Ich lebe noch! und die Reise geht weiter..

Donnerstag, 30.04.2015

Hey ihr Lieben,

erstmal eine fette Entschuldigung von mir, weil meine Einträge einfach irgendwann aufgehört haben. Ich weiß, das ist immer eine richtig doofe Entschuldigung, aber es war einfach keine Zeit mehr. In meinen letzten Tagen in Sodwana, hatte ich kaum noch Internet, weil wir jede Minute ausnutzen wollten und nach dem Arbeiten ständig unterwegs waren. Und zuhause kam dann auch immer wieder was Neues..
Jetzt wollte ich mir allerdings nochmal Zeit nehmen, um euch auf dem neusten Stand zu halten. :)

Zuerst gibts mal ein kleines Fazit zu meiner Zeit in Sodwana/im Exoudus Haus und zu Praktikawelten..
Die Zeit dort war schöner und aufregender, als ich es mir je hätte vorstellen können. Ich habe in den 9 Wochen dort so viele neue, tolle Menschen kennengelernt, so viel erlebt und so viel über mich selbst und meine Wünsche/ziele lernen können. Ich würde sogar so weit gehen, dass ich sage, ich habe einiges versucht zu ändern  - auch was meine berufliche Zukunft angeht.. aber dazu später.
Das Exodus-Camp war super, da wir dort mit vielen Leuten (größtenteils Mädels) zusammengewohnt haben, mit denen ich sehr viel Spaß hatte und wir einfach endlich (weg von zuhause) unser Leben alleine gestalten konnten/mussten. Davon haben uns dann auch die Campregeln nicht abhalten können. ;)
Die Projekte in denen wir gearbeitet haben, waren ebenfalls super, da man viel über die Kultur der Menschen dort kennenlernen konnte und jede Menge Spaß mit den  Kleinen hatte. Allerdings finde ich, dass man (in der Schule, in der ich unterrichtet habe bspw) nicht genug Aufgaben hatte. Obwohl wir immer wieder unsere Hilfe angeboten haben, haben wir sehr oft nur dort gesessen und den Unterricht beobachtet, was ich persönlich sehr schade fand.
Allgemein zu dem Projekt von Praktikawelten muss ich noch anmerken, dass ich es einfach etwas zu teuer finde und sehr enttäuscht war, dass von den Betreuern selbst, nichts angeboten wurde. Hätten wir Pieter nicht kennengelernt, wären wir niemals so viel gereist und hätten so viel gesehen.

Zurückblickend muss ich also sagen, dass dieses Projekt natürlich seine Höhen und Tiefen, sowie positive und negative Seiten hatte, allerdings würde ich es trotzallem weiterempfehlen, da es einfach eine super Erfahrung war und ich sehr viele Freundschaften schließen konnte. Außerdem sollte man, wenn man gerne Sozialarbeit machen möchte, niemals ohne eine Organisation reisen, da es einfach zu gefährlich ist. Man muss einfach im Hinterkopf behalten, dass Sodwana Bay (wie auch viele andere Ziele für Sozialarbeit) nicht in Europa oder besser.. nicht in Deutschland liegen und es dort einfach viel mehr Kriminalität gibt, als bei uns. Seit euch darüber bitte immer im Klaren, wenn ihr nach Südafrika oder in ein anderes Land reist und versucht, euch den Menschen dort anzupassen und vorsichtig zu sein!

Ach und noch was kleines zu Südafrika: Ich habe noch nie einen so schönen Sternenhimmel gesehen, wie dort!! ;)

Wie ich schon in einigen Beiträgen vorher angedeutet habe, haben Lina, Natascha und ich unsere Pläne wirklich durchgezogen und sind Ende letzten Jahres wieder für ein paar Wochen nach Sodwana geflogen. Dort haben wir dann bei Pieter gewohnt und gemeinsam mit ihm erste Projekte umgesetzt, die wir mit unserer Organisation erreichen wollten. Ja, ganz richtig.. UNSERER Organisation. Zurück in Deutschland haben wir mit den Exodus-Mädels ein kleines Projekt gestartet, bei dem wir Spenden gesammelt haben, um den Menschen in Sodwana zu helfen. Das Ganze hat den Namen 'Open your eyes' und ihr findet uns auch in Facebook unter: https://www.facebook.com/openyoureyesforafrica

Z
urück in Sodwana haben wir dann riesige Pakete mit Lebensmitteln für die ärmsten Familien dort gemacht und diese im Community Center verteilt. Ich denke es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, dass dies einer der schönsten tage meines Lebens war. Das Strahlen in den Augen der Menschen zu sehen.. und die Dankbarkeit der Familien.. das war unglaublich und das hat mir einfach gezeigt, dass ich sowas noch viel öfter machen möchte.

  Das Paket für eine Familie.. Das Community Center So ein süßer! Die Vorfreude war riesig :) Familienmutter beim einsammeln der Spende..  

A
ußerdem haben wir Pläne für den Bau von Toiletten in einem unserer Exodus-Kindergärten erstellen lassen, die einige Wochen später dann auch gebaut wurden. Die Vulamehlo Creche hat außerdem noch einen Wassertank und ein neues Sonnensegel bekommen. Aber mehr zu unserem Projekt und unseren Fortschritten, findet ihr auf unserer Facebook-Seite.


JoJo-Tank

Bau der ToilettePlan für die Toiletten


Natürlich haben wir während der Zeit auch so oft es geht die wunderschönen Strände in Sodwana genossen, waren wieder auf Safari und haben viel Zeit bei Pieter zuhause verbracht, wo wir zusammen mit anderen Leuten gewohnt haben, die bei Pieter als Volunteere zu Besuch waren. Es ist einfach das Beste überhaupt, Menschen von überall auf der Welt kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen und Zeit zu verbringen. 

Sodwana Bay Beach   Nine Mile Beach    Safari-Time :) Pieter's Place.. Fahrt auf dem Dach des Landrovers genießen :) Thor private Jam-Session :) Gavin :*   Pieters Bar

E
s war unglaublich toll, all die Menschen wiederzusehen, die wir als Exodus-Girls kennengelernt haben und es wird definitiv nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich diesen wunderschönen Ort besucht habe. Momentan plane ich,nach meinen Klausuren wieder für ein bis zwei Wochen nach Sodwana zu fliegen, um dort vorallem zu schauen, wie es mit unseren Open you Eyes-Projekten vorangeht.. aber auch selbst wieder tatkräftig zu helfen.

Nach drei Wochen bin ich dann nach Pretoria, wo ich meinen Freund und seine Familie besucht habe.. Meinen Freund.. ganz genau. Wir haben uns letztes Jahr in Sodwana kennengelernt, waren seitdem in ständigem Kontakt und haben daraufhin beschlossen, es trotz aller Vorurteile einer Fernbeziehung, mal zu versuchen. Also habe ich noch zwei Monate in Pretoria gelebt, wo ich zusammen mit ihm auch ein wenig rumgekommen bin und viele tolle Menschen kennenlernen konnte. Neben Ausflügen und Aktionen wie dem Paintball-Spiel an meinem Geburtstag (und ich kann das wirklich nur empfehlen! Paintball tut zwar ziemlich weh und ich hatte ein paar blaue Flecken danach, aber es macht wahnsinnig viel Spaß!!) habe ich bei meinem Aufenthalt in Pretoria natürlich auch viel über die Gesetze und das Leben dort gelernt. Ich hatte eine wundervolle Zeit und bin noch immer total in das Land verliebt, das einfach sehr viele verschiedene Seiten zu bieten hat.. allerdings ist es mir dort einfach zu gefährlich, um selbst mal in einer der südafrikanischen Städte zu leben. Auch unsere Gesetzeslage in Deutschland bietet einfach eine viel bessere Vorraussetzung für ein gesichertes und gutes Leben. 
Aber genug zu Gesetzen und Sicherheit.. hier gibts ein paar Fotos von meiner Zeit in Pretoria:

Waderung im Woonderboom Nature Reserve:

Hartbeespoort:

erstes Sushi! -vegetarisch- ;)

 

Hardrock Cafe Johannesburg:


Hard Rock Cafe Joburg

 

 

Pretoria Zoo:

 

 

Paintballcity:

 

 

 

 

Keyboard-Unterricht mit dem kleinen süßen..                

Als kleines Fazit zu Pretoria habe ich eigentlich nur noch, dass ich eine echt schöne Zeit dort hatte und meinen Freund wahrscheinlich nach dem Sodwana-Trip auch wieder besuchen werde, als Ausflugsziel für einen normalen Urlaub würde ich es allerdings nicht wählen, da es in Pretoria besonders gefährlich ist und man wegen der Kriminalität nicht wirklich ins Stadtzentrum (wo die vielen schönen, bedeutenden Gebäude stehen) gehen/fahren sollte. Ich würde mir da eher ein Reiseziel in Südafrika suchen, das noch mehr Ausflugsmöglichkeiten bietet und wo die Kriminalitätsrate nicht so hoch ist.

Außerdem gilt natürlich für alle, die andere Länder und Städte entdecken und bereisen möchten: Versucht, nicht nur alle besonderen Orte abzuklappern und möglichst viele Fotos zu machen.. Versucht, die Kultur der Länder kennen und verstehen zu lernen. Knüpft Kontakte, sprecht mit den Einheimischen.. dann werdet ihr von euren Reisen noch viel mehr haben! :)


Hier in Deutschland habe ich natürlich weiterhin Kontakt zu den Mädels, die ich in Sodwana kennengelernt habe und teilweise haben sich richtig dicke Freundschaften daraus entwickelt. 
Außerdem habe ich nach meiner Zeit in Sodwana beschlossen, dass ich in Zukunft definitiv mit Menschen zu arbeiten.. besonders mit Kindern. Da ich trotz Studium natürlich weiterhin reisen möchte und dafür auch Geld verdienen muss, habe ich mich für ein Fernstudium an der Universität in Hagen entschieden. Ich studiere nun Psychologie, arbeite weiterhin und bekomme bald drei Monate Besuch von meinem Freund, dem ich natürlich ein paar tolle Plätze in und um Deutschland herum zeigen möchte. Für das Studium braucht man sehr viel Motivation und Zeitmanagement, was mir teilweise echt schwer fällt. Dank meines Semesterplaners schaffe ich es aber, mir meine Zeit sehr gut einzuteilen und auch die 'Einsamkeit', von der viele als Fernstudenten sprechen, kann man dadurch vorbeugen, dass man in Facebook oder auf der Uniseite regelmäßig in Kontakt zu den anderen Studenten steht.
Ich blicke momentan sehr positiv in die Zukunft und habe endlich weder das Gefühl, einen Plan für meine Zukunft zu haben und alle meine Wünsche und Ziele unter einen Hut zu bekommen.

Ich kann jedem nur empfehlen, ebenfalls andere Länder, Kulturen und Menschen kennenzulernen. Es lohnt sich! Und es macht eine Menge Spaß. :)

Liebe Grüße und feiert gut in den Mai! (Ich muss leider mal wieder arbeiten..)
Nina!

PS: Hier noch ein paar Bilder von den Exodus-Girls in Deutschland:





Sodwana Bay - The diving city with the drinking problem! <3

Samstag, 06.09.2014

Juhu!! Wir haben wieder WLAN! Tatsächlich hat letzte Woche schon zum zweiten Mal jemand das Internetkabel zerschnitten und deswegen kann ich mich erst jetzt wieder melden (mittlerweile muss ich allerdings sagen, dass es nicht schlecht ist, mal kein Internet zu haben, weil man dann die Zeit hier noch besser nutzen kann. ;))

Ich fange dann mal mit den letzten Tagen an, bevor ich euch von der vorherigen Woche erzähle.

In der Schule ist am Montag wenig spannendes passiert. Larissa und ich waren nur noch zu zweit, weil die anderen morgens abgereist sind und wir haben den Tag wieder in Grade R verbracht. Der Abschied vorher ist uns so schwer gefallen. Wir haben sechs Wochen mit den meisten verbracht und haben uns alle wirklich schnell angefreundet. Ich hoffe, dass der Plan, dass wir uns alle ganz bald wiedersehen, auch wirklich klappt! Schon krass, dass wir jetzt die nächsten sind, die abreisen müssen.. :( Nach der Arbeit sind wir dann duschen gegangen, ich habe meine Wäsche gemacht und wir haben angefangen zu kochen, weil fünf Neue am Abend ankommen sollten. Es gab Nudeln mit Tomatensoße und Gemüse und während dem Kochen haben wir mal wieder überlegt, wie die neuen wohl sein werden. Als sie dann um kurz vor sechs endlich kamen, waren wir schon am verhungern und erleichtert, dass alle fünf nett aussehen.. Beim Essen haben wir uns dann ein bisschen ausgetauscht und die anderen kennengelernt. Danach haben Lina, Natascha und ich uns auf den Weg ins Tree gemacht, weil die Neuen eh noch fertig von der Reise waren. Natürlich wussten wir, dass es gefährlich ist, in einer kleinen Gruppe durchs Dunkle zu laufen, aber uns blieb ja nichts anderes übrig. Als wir dann endlich am Tree waren (und nicht überfallen worden sind), waren wir sehr erleichtert. Wir haben dann ein bisschen mit den anderen gechillt und wollten uns auf den Weg zu Craigs Haus machen, als mir aufgefallen ist, dass meine Kreditkarte weg ist. Super, irgendwann musste ich ja mal was verlieren.^^ Also hab ich meinen Eltern direkt geschrieben, dass die Karte sofort gesperrt werden muss und nachdem wir noch alles nach der Karte abgesucht haben, sind wir dann zu Craig und haben beschlossen, den Weg auf dem Heimweg nochmal abzusuchen. Also haben wir noch mit ein paar Leuten in Craigs Haus den Abend ausklingen lassen und sind (nachdem wir fast eingeschlafen sind, weil unser Tag relativ anstrengend war) dann nach Hause. Natürlich ist die Kreditkarte nicht mehr aufgetaucht.. aber ich werde mir das Geld dann erstmal von Lina leihen. Als wir im Bett gelegen haben, waren wir fix und fertig und wollten direkt schlafen. Ging dann leider nicht mehr, als wir einen riesen Schatten an der Wand entdeckt haben. Wir haben uns nicht mehr getraut, uns zu bewegen, weil wir Angst hatten dass der Schatten von einer Spinne ist. Also lagen wir noch ein bisschen panisch in unserem Bett, bevor Lina endlich das Licht angemacht hat. Obwohl wir nichts gefunden haben, sind wir zur Sicherheit ins Wohnzimmer. Da wurden wir dann wieder sofort von den Moskitos angefallen und wir haben nach kurzer Zeit beschlossen, doch wieder ins Bett zu gehen und den Schatten zu ignorieren. Jetzt denkt wahrscheinlich jeder: Oh Gott, typisch dass Frauen sich so anstellen.. Aber wir hatten schon öfter mal größere Vogelspinnen im Camp und das war echt nicht mehr lustig. Hier in Südafrika sind die ganzen Tiere eh alle ein bisschen größer als in Deutschland! :/ Um 1:00Uhr bin ich dann endlich eingeschlafen und war demnach ziemlich fertig, als der Wecker um 6:15Uhr geklingelt hat..

Dienstags waren wir dann die erste Hälfte des Schultages wieder in Grade R, haben mit den Kindern gesungen, ihre Aufgaben kontrolliert und wieder beim Unterricht zugeschaut.

fleißig am arbeiten..

Nach der Pause wurden wir gerufen, weil es jede Menge neue Hefte zum Kontrollieren gab. Larissa und ich waren dann also erstmal 2 1/2 Stunden damit beschäftigt, die Aufgaben von Grade 4 und Grade 6 nachzuschauen. Grade 4 hat sich dabei dieses Mal echt gut geschlagen. Thema war, eine Graphik auszuwerten und verschiedenen Graphen zu zeichnen. Grade 6 lernt momentan verschiedene Arten des schriftlichen Multiplizieren kennen. Ich finde die eine Möglichkeit zwar sehr aufwändig und unnötig, aber es klappt ganz gut und das ist ja die Hauptsache. ;) Nachdem wir dann fertig waren, war unser Arbeitstag schon vorbei und wir haben uns noch ein bisschen in die Sonne gelegt, während wir auf den Transfer gewartet haben. Wie jeden Tag kamen dann wieder die älteren Schüler zu uns, die den Rest des Tages kaum mit uns reden, haben sich zu uns gelegt und uns dann zu unserem Bus begleitet.. Das läuft jedes Mal ab, als wären wir Prominente und ist mir teilweise schon ein bisschen unangenehm: Die Kinder hängen an unseren Armen und singen und schreien, bis wir dann im Bus sind. Dann klopfen alle an die Sc  heiben von unserem Auto und winken uns wie wild hinterher. Da kommt man sich dann hin und wieder doch etwas seltsam vor.. Ach bevor ich es vergesse: Falls jemand von euch den Menschen in Afrika was Gutes tun will, das zu 100% auch ankommt und ihr braucht zufällig auch noch neue Schuhe, dann sucht im Internet mal nach TOMS Schuhen.. Jedes Mal, wenn jemand ein Paar TOMS kauft, bekommt auch eine Person hier ein Paar Schuhe geschenkt. Ihr bekommt dann also nicht nur tolle neue Schuhe, ihr spendet gleichzeitig für einen echt guten Zweck, weil viele Menschen hier kein Geld haben, um sich viele Klamotten zu kaufen. Viele Kinder in den Schulen laufen deswegen barfuß oder ihre Klamotten sind total durchlöchert. Also schaut mal auf der Internetseite von TOMS vorbei und helft den Menschen! :) Wir haben übrigens auch erfahren, was mit den Kleiderspenden passiert, die in Deutschland in die Container geworfen werden. Die Kleidung kommt tatsächlich hier in Afrika an. Allerdings werden die Sachen größtenteils auf Märkten verkauft und nicht an Leute verschenkt, die sie brauchen. Deswegen habe ich beschlossen, alle Spenden, ob Spielsachen oder Kleidung, direkt an die Schule in Sodwana zu schicken, weil ich dann weiß, dass es auch wirklich bei den Menschen ankommt, die es brauchen. Die Primary School in der ich arbeite, ist eine Zulu-Schule.. Es gibt hier auch noch eine andere Schule, auf der mehr darauf geachtet wird, dass die Kinder möglichst schnell gutes Englisch lernen. Allerdings ist diese Schule wesentlich teurer und Familien, die sich das nicht leisten können, schicken ihre Kinder auf Zulu-Schulen. Natürlich dürft ihr euch Südafrika auch nicht so verarmt vorstellen, wie zB Ghana. Die Menschen hier wohnen zwar in kleinen Hütten und haben oft keinen Strom und kaum fließendes Wasser, allerdings haben sie genug Geld, um Essen zu kaufen und nicht zu verhungern. Vieles wird hier auch von Organisationen gespendet, die gegründet worden, um Schulen und arme Familien zu unterstützen..An unserer Schule arbeiten beispielsweise einige von dieser Organisation und pflanzen Gemüse und Obst an oder kochen für die Schüler. Hier macht sich jeder für jeden stark und das ist echt schön zu sehen! :) Außerdem wohnen in Sodwana auch sehr viele weiße Menschen, die wesentlich mehr Geld haben und anders leben können, als die schwarzen Menschen. Natürlich ist es krass, dass die Unterschiede hier so extrem groß sind (deswegen ist es hier auch sehr gefährlich in kleinen Gruppen durch die Gegend zu laufen), aber wir haben uns mittlerweile daran gewöhnt, versuchen die Leute in der Schule zu unterstützen und genießen gleichzeitig aber auch das Leben mit den anderen, die wir hier kennengelernt haben.. Aber jetzt weiter mit unserem Tag.. Eigentlich war dann geplant, dass wir mit Nadja wieder in den Supermarkt fahren um Großeinkauf für die ganze Woche zu machen, allerdings meinte sie dann, dass der Markt total überfüllt ist, die Automaten kein Geld mehr ausspucken und dass wir das ganze besser auf den nächsten Tag verschieben. Das kam uns ganz Recht, weil Einkaufen jedes Mal echt stressig ist und wir überhaupt keine Lust hatten. Stattdessen kamen Gavin und Craig ein paar von uns dann abholen und wir sind zusammen zum Strand. Während Craig mit seinem Surfbrett auf große Wellen gewartet hat, haben wir mit Gavin am Strand gechillt. Als wir dann irgendwann voller Sand waren, sind Natascha und ich auch ins Meer. Das Wasser hier ist total warm und wir wären am liebsten im Wasser geblieben, wäre es draußen nicht immer weiter abgekühlt. Als wir dann wieder etwas trockener waren, kam Craig auch aus dem Wasser und wir sind in unser Camp gefahren. Nach dem Duschen sind wir dann mit zu den beiden, haben draußen Feuer gemacht, geredet, gechillt & Gavin und Craig haben für uns gekocht. In der Zeit konnten wir den unglaublichen Sternenhimmel genießen. Hier in Südafrika scheinen die Sterne alle viel dichter zu sein und man kann sogar die Milchstraße erkennen. Leider kann ich diese wundervollen Momente nicht für euch in Fotos einfangen. Nach dem Essen (es war richtig lecker!!!) haben wir dann alle noch draußen gesessen und einfach nur den Abend genossen. Das Glück, eine Sternschnuppe zu sehen, hatte ich leider immernoch nicht. Irgendwann hat Craig uns dann heimgefahren und wir sind schlafen gegangen. Ich weiß gar nicht, wie ich zuhause ohne solche Tage klarkommen soll. :(

Mittwochs standen für die Kleinen dann mal wieder Prüfungen auf dem Plan. Die Lehrerin hat aus einem Buch vorgelesen und danach jedem Kind Fragen zu dem Text gestellt, während die anderen Spielsachen bekommen haben, damit sie beschäftigt sind. Larissa und ich durften dann wieder ganz viele Fotos von Holztürmen und anderen Bauwerken machen.. Der restliche Schultag war dann eigentlich wie immer.. Hefte korrigieren, Grade R zuschauen und das Klassenzimmer aufräumen. Abends sind wir dann noch ins Tree und ins Maak 'n Jol, haben ein paar Runden Billiard gespielt und was getrunken..

Gestern war dann schon wieder unser letzter Schultag für diese Woche. Krass, dass es jetzt weniger als zwei Wochen sind, bis wir heimfahren und uns von allen verabschieden müssen. Donnerstags waren Larissa und ich dann wieder mit den Tests von Grade 4 und Grade 6 beschäftigt. Erst mussten wir alle Blätter sortieren und zusammenheften, damit um neun Uhr alles fertig war, wenn die Schüler den Test schreiben und nach der Pause durften wir dann alles nachschauen. Die Tests von Grade 4 sind dabei mal wieder weniger gut ausgefallen. Wir haben dann aber erfahren, dass es nur alte Probe-Bögen waren, damit die Lehrer und vorallem die Schüler sehen, was noch dringend gelernt werden muss, bevor der ernste Test ansteht. September und Oktober sollen jetzt eh nochmal verdammt anstrengend werden, weil die Schüler sich ganz vielen Klassenarbeiten stellen müssen und die Lehrer damit beschäftigt sein werden, alle Tests aufzusetzen und zu korrigieren. Bleibt nur zu hoffen, dass dabei die Ergebnisse besser sind, als bisher. Abends waren wir dann wieder mit Pieter und seinen Volunteers am See, haben gegessen und den Rest des Tages bei ihm in der Bar verbracht. (noch etwas, dass mir echt fehlen wird!) Freitag Morgens hieß es dann für ein paar erstmal: katern und nachdem dann alle wieder fit waren, hat Pieter uns kurz zum Camp gefahren, wir haben uns umgezogen, unsere Sachen gepackt, Essen gemacht und es ging direkt weiter zum Mseni Beach. Spätestens nachdem wir das Meer hören konnten, gings dann allen wieder gut (Außer Rob vielleicht, aber der war auch den ganzen Tag komplett fertig.) Wir haben also ein paar Stunden an unserer Bräune gearbeitet, getratscht, waren im Meer baden (schwimmen ist am Mseni leider schwierig, weil es da ziemlich viele Haie gibt und die Wellen höher sind, als am Sodwana Beach). Der Hunger hat uns dann irgendwann nach oben in die Lodge getrieben, wo Natascha und ich uns erst Haloumi-Käse geteilt haben und es für mich danach dann wieder Veggie-Lasagne und Pommes gab. Das Essen ist jedes Mal wieder richtig geil und ich hab sogar schon ernsthaft überlegt, mir was einpacken zu lassen und es mit nach Deutschland zu bringen. :D Da die Portion eh zu groß war, hatten wir dann Abends im Camp auch wieder was leckeres zu essen. Eigentlich wollten wir danach wieder feiern gehen, allerdings waren wir zu wenige, um zu laufen. Hier ist es echt gefährlich und wir haben jedes Mal total Schiss, wenn wir zufuß durch Sodwana laufen, weil vor einigen Wochen erst zwei andere deutsche Mädels am Bottle Store überfallen worden sind. Tatsächlich sind auch hinter uns schon Leute hergelaufen, bei denen wir dann echt Angst bekommen haben und sogar laufen mussten, um sie abzuhängen. Aber bis jetzt ist noch nichts passiert und wir passen ja jedes Mal auf (zum Beispiel mit offenen Taschenmessern in der Handtasche). Also keine Angst Mami, mir wird schon nichts passieren und bald bin ich ja auch schon wieder zuhause! ;) Heute wird dann wieder gechillt bis Gavin fertig mit seiner Arbeit ist. Dann treffen wir uns bei ihm & kochen zusammen, bevor es danach vielleicht wieder weiter ins Tree geht.

Ich wünsche euch auch allen einen wunderschönen Tag!! Liebe Grüße aus Sodwana. :*

Arbeitsleben und Wochenendspaß..

Donnerstag, 28.08.2014

Hey! :)

Weil bei mir in den letzten Tagen eigentlich immer was los war, gibts erst jetzt wieder Neuigkeiten aus Sodwana. In der Schule gab es letzte Woche eher weniger Neues. Wir haben wieder die meiste Zeit in Grade R verbracht, haben mit den Kindern gesungen, getanzt, Zahlen gelernt, gezeichnet und Pferdchen gespielt. Mittlerweile sind alle ganz verrückt danach, auf unserem Rücken getragen zu werden. Zwischendurch haben wir dann immer wieder neue Hefte zum korrigieren bekommen und sollten Mittwochs auch die Tests von Grade 6 nachschauen. Die Tests sind halt wie unsere Vergleichsarbeiten aufgebaut und man geht davon aus, dass die Kinder alle diese Dinge auch schon gelernt haben. Leider ist uns aber schnell bewusst geworden, dass das (wie auch oft an deutschen Schulen) nicht der Fall war und dass die Kinder nicht genug vorbereitet worden sind. Demnach sind auch die Testergebnisse eher unterdurchschnittlich bis schlecht gewesen. Natürlich kann man dabei die Schuld auf die Lehrer schieben, aber wir haben an unserer Schule auch schon ganz oft mitbekommen, dass immer wieder Kurse für die Lehrer angeboten werden und dass die sich echt jede Menge einfallen lassen, um den Kindern neue Dinge zu erklären. Allerdings kümmern sich die Familien da scheinbar nur wenig drum und vielen Kindern fällt es sehr schwer, aufmerksam zu sein und sich zu konzentrieren. Wie man merkt, gibt es also auch an afrikanischen Schulen ganz normale Probleme, die wir auch in Deutschland kennen. Auch hier verzweifeln die Lehrer oftmals an der Klasse oder die Kinder haben einfach mal keine Lust auf Unterricht. Auch wenn das echt schade ist, finde ich es immer wieder schön zu sehen, dass hier stattdessen dann wirklich viel Wert darauf gelegt wird, dass alle Schüler die Zulu-Traditionen/-Lieder und -Tänze lernen und dabei haben dann wirklich alle großen Spaß. Außerdem wird hier sowohl zu Beginn, als auch am Ende des Schultags gebetet, weil die Menschen hier oft sehr gläubig sind. Am Sonntag gehen wir mit ein paar Leuten auch in eine Art Messe und ich bin gespannt, wie das wird!! Natürlich bleibt trotzdem der Unterricht nicht auf der Strecke und Ende September stehen schon neue Tests an, für die jetzt fleißig gelernt wird. Mittwoch und Donnerstag waren wir abends dann noch unterwegs und haben ein bisschen gefeiert und wieder ganz viele neue Leute kennengelernt.

Weil freitags viele von uns in St. Lucia waren, haben wir uns mit den restlichen Mädels einen gemütlichen Tag im Camp gemacht, haben Filme geguckt und sind mittags dann nochmal zum Markt am Strand, um noch ein paar Dinge für unsere Liebsten zuhause zu kaufen. Danach wurde gekocht & genau ab dem Moment, als das Essen auf dem Tisch stand, ging plötzlich das Licht aus und wir hatten Stromausfall. Das schlimme daran ist eigentlich nur, dass Stromausfall meistens auch Wasserausfall (auch in Dusche und Toilette) bedeutet. Also haben wir alle Taschenlampen angemacht und unser kleines Dinner im Dunkeln genossen. Wir hatten dann aber doch noch Glück und nach ca. 20min ging das Licht wieder an und wir konnten den Tag zusammen im Wohnzimmer ausklingen lassen. Samstags war dann wieder mehr los.

Nachdem wir ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, kam Pieter uns abholen und wir sind zum Mabibi-Beach gefahren. Der Strand war ähnlich wie der Mseni-Beach.. Ruhig, kaum andere Menschen da, traumhaftes Wasser und weit und breit überall Sand, nachdem man durch einen kleinen Dschungel gegangen ist. Und jedes Mal denke ich dann wieder: Wie sehr werde ich das alles vermissen!! Wir haben uns dann in den Sand gelegt, geredet, das Meer beobachtet und uns ein bisschen gesonnt. Ehrlich gesagt kann ich mittlerweile gar nicht mehr genau beurteilen, ob ich schon viel braun geworden bin. Aber ich werde mich natürlich in den nächsten drei Wochen anstrengen, nochmal gaaanz viel Sonne zu sehen, bevor ich wieder ins kalte und verregnete Deutschland zurückkomme! Ich bin dann zwischendurch kurz eingeschlafen und nur aufgewacht, weil ich nass geworden sind. Das Wasser kam im näher und auf einmal sind alle aufgesprungen, weil wir sonst weggespült worden wären. Außerdem kamen immer mehr kleine Krebse in unsere Nähe und wir haben dann lieber das Weite gesucht und uns weiter nach hinten gesetzt. Nach zwei Stunden sind wir dann wieder zu Pieters Landrover, wo er uns ein paar Snacks (Brötchen, Salatblätter, Käse, Gurken, Obst, Majo,...) hingestellt hat. Nachdem dann alle wieder satt waren, sind wir zu Pieters Haus gefahren. Auf dem Weg haben wir dann erfahren, dass die beiden "Neuen" von Pieter, von denen die Frau bei unserem Ausflug dabei war, gar nicht aus Kanada waren, sondern dass sie uns verarscht haben und jedes Wort verstehen konnten, weil sie selbst aus Deutschland. Nach ein paar Drinks in Pieters neuer Bar konnten wir den beiden das allerdings nicht mehr übel nehmen, weil wir uns dann doch gut mit ihnen verstanden haben. Die Bar, die Mo, Ron und die anderen Volunteers bei Pieter gebaut haben, ist wahnsinnig cool geworden. Man kommt sich vor wie im Paradies, weil sie neben der Bar noch einen großen, offenen Pavillon aus Palmblättern gebaut haben, in dem ein paar afrikanische Masken hängen. Wir haben dann kurz was getrunken, das Ambiente genossen und sind dann mit den Quads los zum Sonnenuntergang. Die hat Johnie, ein Freund von Pieter, mitgebracht um mit uns einen Ausflug zu machen. Am Anfang hatte ich echt noch Angst damit zu fahren und wir hatten noch ein paar Probleme.. Aber schnell war es dann einfach nur noch ein geiles Gefühl beim Sonnenuntergang mit dem Quad durch Südafrika zu fahren. Ich kann es manchmal immernoch nicht ganz fassen, dass das alles wirklich real ist. Als wir am Lake ankamen, war die Sonne leider schon weg und wir sind wieder zurück zu Pieters Haus. Was ein geiles Erlebnis!! Wir waren noch ein bisschen sprachlos, als wir wieder am Haus waren, aber dafür hatten wir kaum Zeit, weil es direkt weiterging in der Bar. Pieter hatte für uns gekocht und wir saßen alle zusammen auf seiner Terasse und haben gegessen (ich weiß nicht, ob ich sein Grundstück schonmal beschrieben hab.. Es liegt mitten im Nirgendwo mit einem wunderschönen Ausblick, ist total groß, umrandet von Palmen und Bäumen und er hat jetzt sogar vor, sein Haus zu einem Camp zu erweitern, damit noch mehr Volunteers bei ihm wohnen können) Nach dem Essen ging es dann weiter mit feiern, Freunde von Pieter kamen mit selbstgemachtem Bier vorbei (sehr lecker! Würde dir gefallen, Papi!) und wir hatten mal wieder einen wirklich tollen Tag und haben alle noch besser kennengelernt.

Leider war der Abend für mich dann scheinbar zu schön und ich musste am nächsten Tag erstmal etwas länger schlafen. Als ich wieder fit war, haben wir wieder zusammen Filme geschaut und gekocht. Abends kam Craig (den haben wir auch hier kennengelernt) und wir sind mit ihm zusammen ins Maak n Jol und haben unser Wochenende bei einer Runde Pool ausklingen lassen.. Es ist immer wieder schockierend, wie schnell die Tage hier vorbei sind und wie schnell die Zeit verfliegt. Deswegen versuchen wir, die nächste Zeit noch viel mehr zu nutzen, zu genießen und möglichst viel zu erleben. Dabei merk ich dann leider jedes immer wieder, wie ich ab und zu schlechte Laune bekomme, weil ich daran denken muss, dass ich die meisten Leute hier wohl nie wieder sehen werde, obwohl sie alle mittlerweile schon mehr als Bekannte für mich sind.. Aber wer weiß, hoffentlich wird unser Plan doch Realität und Lina und ich sitzen nächstes Jahr schon wieder ins Pieters Bar oder am Mseni Beach!

Gaaaanz Liebe Grüße!! 

St. Lucia und Durban :)

Dienstag, 19.08.2014

Hello again!

In der letzten Woche ist viel passiert, deswegen gibts erst jetzt wieder einen Eintrag. Vielleicht fang ich einfach mal mit unserem spannenden Wochenende an..Dieses Mal hat unser Wochenende schon Donnerstags angefangen, weil Larissa, Jovana, Lina und ich noch Dinge für unseren Wochenendtrip erledigen mussten und wir den letzten Tag noch mit den drei Mädels verbringen wollten, die Freitags abgereist sind. Also konnten wir Donnerstag ausschlafen und gemütlich frühstücken, bevor wir angefangen haben, Nudelsalat für unser Wochenende zu kochen. Als wir fertig waren, haben wir unsere Taschen für die Fahrt gepackt und ich bin "umgezogen". Ich wohne jetzt nämlich nicht mehr im Loft, sondern bin zu Lina ins Doppelzimmer gezogen und werde meine letzten vier Wochen da verbringen. :) Die anderen waren an dem Morgen am Meer und haben den Schnorchel-Ausflug gemacht, den wir auch schon mitgemacht haben. Als sie zurückkamen, waren wir fertig mit unseren Vorbereitungen und haben uns zusammen ins Wohnzimmer gesetzt und einen Film geschaut. Um fünf Uhr kamen Pieter und seine Volunteers uns dann holen und wir sind alle zusammen nochmal in die Mseni Lodge um mit den anderen ihren letzten Abend zu verbringen und lecker zu essen. Nach dem Essen haben wir uns dann in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe ist zurück ins Camp und wir, die zweite Gruppe, sind ins Drunken Tree um noch ein bisschen zu feiern. Das hätte ich allerdings besser gelassen.. Die Autofahrt am nächsten Tag war deswegen für mich echt ungemütlich :D

Der Abschied von den drei anderen am Freitag ist mir dann echt schwer gefallen. Wir hatten einen tollen Monat zusammen und da wachsen einem die Mädels schnell ans Herz. Außerdem wird mir dann nochmal so richtig bewusst, dass für mich schon die Hälfte der Zeit hier vorbei ist und es in 4Wochen wieder nach Hause geht. Auf der einen Seite freut man sich natürlich drauf, aber im Moment kann ich mir noch nicht vorstellen, wieder in Deutschland zu sein und mit dem Wissen da weiterzuleben, dass wir alles haben und die Leute hier nichts.. Außerdem gibt es noch so viel, dass ich unbedingt erleben und sehen muss! Deswegen wollen wir jetzt alle den nächsten Monat total auskosten und noch viel mehr Erfahrungen sammeln!

Aber jetzt erstmal zu meinem Wochenende.. Freitag gings nach dem Abschied von den drei anderen Mädels direkt los nach St.Lucia. Auf dem Weg dahin haben wir alle noch ein bisschen geschlafen und uns von der vorherigen Nacht erholt. Wir sind dann zuerst zum Zulu-Village, einem kleinen Dorf, in dem die Leute wie früher leben. Bevor wir allerdings reingehen durften, hat einer der Männer uns vor dem Eingang begrüßt, uns einige wichtige Zulu-Wörter beigebracht (die wir ja sogar schon kannten :)) und Larissa musste auf eine Trommel schlagen, die den Leuten innerhalb des Dorfes sagt, dass Besucher von außen kommen möchten. Erst wenn die Leute im Dorf dann auf ihrer Trommel antworten, darf man hinein. Dann kam ein Guide, der uns durch das Dorf geführt hat und uns einige Dinge erzählt hat (zB. dass es in der Kultur der Zulus so üblich ist, dass die Mànner immer Vortritt haben und auch vor den Frauen genannt werden.) Man hat schon gemerkt, dass das alles auf Touristen ausgelegt war und obwohl der Guide gesagt hat, dass die Menschen wirklich in diesem Dorf leben, habe ich noch einige Zweifel daran.. Bei unserer Dorfführung sind wir immer wieder an eine Art Stand gekommen, an dem ein paar Einwohner saßen und verschiedene Dinge vorgeführt haben, die der Guide dann auch erklärt hat. Bei der ersten Station wurde erklärt, wie die verschiedenen Speere für die Jagd angefertigt werden, wie sie benutzt werden und dass es für verschiedene Situationen einen jeweiligen Speer gibt. Es gibt zum Beispiel einen kürzeren, dann man nutzen kann, wenn man das Tier aus der Nähe erlegen will oder aber auch einem etwas längeren, den man für weitere Entfernung nutzt, weil er durch seinen Bau sehr gut fliegen kann. An der Station wurden wir dann auch direkt aus der Gruppe ausgesucht und an ein paar der Männer verheiratet. (Also Papa, falls dir 11Kühe reichen und du einverstanden bist, dass der Mann noch vier andere Frauen hat, sollst du dich melden!) Dann haben wir gezeigt bekommen, wie die verschiedenen Schilder aus Tierhaut gebaut werden, die zum Schutz genutzt werden. Auch da gibts wieder verschiedene, die jeweils einen anderen Zweck erfüllen. Ein Schild wird zum Beispiel als eine Art Ehering benutzt. Die Frau bekommt es an ihrer Hochzeit und muss es (weil die Frauen nicht mit ihrem Ehemann in einem Haus leben) in ihr Haus hängen, damit sie immer daran erinnert wird, dass sie verheiratet ist. Außerdem hat der Guide uns dann auch nochmal erzählt, dass die Männer hier immer mehrere Frauen haben und deswegen ihr eigenes Haus besitzen. Für Treffen werden also feste Zeitpunkte im Haus des Mannes ausgemacht, zu denen die Frau ihn besuchen darf. Allerdings wird auch darauf geachtet, dass die Kinder der Frauen nicht mitbekommen, dass ihre Mutter über Nacht bei dem Ehemann bleibt. Außerdem leben die Jungs meistens im Haus vom Vater, weil er sie besser aufs Leben als Mann vorbereiten kann. Danach haben wir dann noch eine Frau kennengelernt, die als Wahrsagerin im Dorf lebt und uns wurde angeboten, dass sie unsere Probleme auch finden und uns vielleicht Tipps geben könnte (aber ich wollte dann doch nicht irgendwelche Probleme hören, von denen ich bis jetzt noch nichts wusste..). An zwei Stationen saßen ein paar Frauen und haben Vasen und Wassergefäße oder auch traditionellen Zulu-Schmuck angefertigt. Eine Frau hat uns dann gezeigt, wie sie es schaffen, die schweren Wassergefäße auf dem Kopf zu tragen und der Guide hat noch erklärt, dass die Frauen beim Schlafen eine Holzleiste unter dem Kopf haben, durch die der Hals abgeknickt und so die Muskulatur gestärkt wird. Außerdem haben wir noch erfahren, dass die Kleidung der verheirateten/versprochenen und jungfräulichen Frauen unterschiedlich ist. Verheiratete Frauen tragen große Rote "Hüte" und meistens schwarze Stoffkleidung mit vielen Perlen. Verlobte Frauen tragen auch die Stoffkleidung und oft kleine Perlenkränze in den Haaren. Frauen, die noch keinen Mann gefunden haben oder aber die Angebote der Männer bisher abgelehnt haben (ja, Frauen müssen hier nicht heiraten, sondern dürfen auch sagen, wenn ihnen der Mann nicht gefällt) tragen nur kurze Stoffröcke, keinen BH und rote Tücher, die sie sich umbinden, wenn sie nicht arbeiten. Am Ende haben die Leute aus dem Zulu-Village dann für uns getanzt, gesungen, ihre Kämpfe vorgeführt und uns ihr selbstgemachtes Bier angeboten. Das hat ziemlich nach Mehl geschmeckt und war nicht soo angenehm zu trinken, aber wir wollten auch nicht so unhöflich sein und ablehnen. Als wir dann zum Ausgang gegangen sind, hat Pieter uns noch ein paar Gehege gezeigt, in denen bedrohte Krokodilarten gehalten werden. Außerdem gabs am Ausgang noch ein Restaurant, was mich noch mehr daran zweifeln lässt, dass die Leute in dem Zulu-Village wirklich wie früher leben. Aber es war trotzdem echt cool zu sehen, welche Traditionen die Menschen hier im Zulu-Land haben. Und mit dem soll ich verheiratet werden..  beim Bier brauen.. Eingang Zulu-Village

Wir sind dann sofort weiter nach St.Lucia, wo wir in unserer Unterkunft eingecheckt haben und uns erstmal eine halbe Stunde von der Fahrt erholt haben. Das Hostel war zwar sehr einfach eingerichtet, man hat sich aber trotzdem total wohlgefüh lt. Wir haben uns dann a

  

 

uf die Terasse gesetzt, was gegessen und sind dann weiter zur Hippo-Tour.

In unserem ersten Monat hatten wir ja noch kein Glück und haben nirgendwo Hippos gesehen. Bei der Bootstour war das dann zum Glück anders. Erst waren am Ufer ein paar Krokodile und dann haben wir dauernd jede Menge Hippos gesehen. War echt cool, die Tiere so dicht in freier Natur zu sehen. Leider hats irgendwann angefangen zu regnen und wir haben ziemlich gefroren. Trotzdem haben wir versucht die Landschaft zu genießen. Das war damit dann schon unsere zweite, typische Touristen-Tour fürs Wochenende und solamgsam ist uns dann auch bewusst geworden, dass das Wochenende komplett anders laufen wird, als die vorher.

 

 

In unserem Hostel haben wir uns dann umgezogen, sind in ein Restaurant essen gegangen und haben den Abend ausklingen lassen. Wir haben dann auch kleine Brote mit Dips bekommen und ich Glückspilz hab natürlich direkt ganz dick den Chili-Aufstrich aufs Brot geschmiert. Das Zeug war so extrem scharf und ich hatte total Tränen in den Augen. :D Das andere Essen war dann zum Glück viel besser! Nach dem Essen kam Pieter auf die Idee, dass wir ja Hippos suchen kônnten, die Nachts immer wieder durch St. Lucia laufen. Leider hatten wir kein Glück und Pieter (der wirklich oft noch wie ein kleiner Junge ist!) war deswegen ziemlich enttäuscht und wollte nach dem nächsten Drink in einer kleinen Kneipe noch eine Runde starten. Wir hatten wieder kein Glück und haben nur ein paar Vögel und Antilopen gesehen. Eigentlich wollte Pieter dann wieder in die Bar und einen dritten Versuch starten, aber wir waren echt müde und sind dann doch zurück ins Hostel. Am nächsten Morgen sind wir gemütlich frühstücken gegangen und noch zu einen kleinen Markt, auf dem es wieder ganz viel Schmuck, Körbe, etc. gab.

Im Hostel haben wir dann unsere Sachen gepackt und bevor wir uns auf den Weg nach Durban gemacht haben, sind wir noch kurz zum Strand. Der Strand in St. Lucia war wieder ganz anders als die Strände, die wir bisher gesehen haben. Er war echt weitläufig und Pieter hat erzählt, dass man in dem Meer nicht schwimmen darf, da in St.Lucia sehr viele Haie und Krokodile im Wasser sind. Wir sind dann noch zu einem kleinen Gewässer in der Nähe und haben nach Hippos und Krokodilen geguckt. Pieter hat uns dann noch Wege gezeigt, die die Hippos immer benutzen und erklärt, woran man diese erkennt. Tatsächlich waren dann auch Hippos im Wasser (die ich leider nicht gesehen hab :D) und wir haben auch Krokodile gesehen. St. Lucia war also erfolgreich abgeschlossen und wir sind weiter nach Durban.

Nach etwa drei Stunden waren wir dann endlich in unserem Backpackers (Lina und ich haben die ganze Fahrt wieder im Kofferraum vom Landrover verbracht & ich hab mittler  ile schon ein bisschen Rückenweh). Pieter hat dann direkt erzählt, dass das Hostel überall total bekannt ist (als Party-Hostel) und wir waren direkt begeistert. Die Unterkunft in St. Lucia konnte da echt nicht mithalten! Wir hatten zu viert ein Zimmer mit Stockbetten, das Bad war noch ziemlich modern eingerichtet und draußen gab es eine Bar, einen kleinen Pool und jede Menge Stehtische und Bänke. Wir haben dann direkt mit einem Bier auf unser Wochenende angestoßen und sind zum Strand gefahren. Eigentlich wollte Pieter mit uns ins Aquarium, aber da wir nur noch zwei Stunden Zeit hatten, haben wir das auf Sonntag verschoben. Der Weg zum Strand war ein bisschen, wie ein kleines Shopping-Center aufgebaut, in dem es kleine Shops und Essensstände gab. Außerdem konnte man in einen Wasserpark oder auf ein großes altes Schiff, das jetzt als Restaurant genutzt wird. Das Wetter war zwar wieder nicht das Beste, aber der Strand mit den hohen Hochhäusern im Hintergrund war wirklich beeindruckend. Wieder ganz anders, wie die Strände vorher, aber auch richtig schön. Wir sind dann auf einen großen Steg und haben ein paar Surfern zugeguckt. Je öfter ich das sehe, desto größer wird meine Lust, doch noch einen Surfkurs zu machen! Mal sehen ob ich das an den nächsten Wochenenden noch mache. Am Strand sind wir dann mit einer Rikscha gefahren, die nicht an einem Fahrrad hing, sondern von einem Mann gezogen wurde. Als der uns dann mit der Rikscha hochgehoben hat & plötzlich in die Luft geflogen ist, haben wir uns echt erschreckt. Im Laufe der Tour haben wir dann aber gemerkt, dass er das extra macht und während der Fahrt immer wieder hochspringt. Ich habe mich vor Lachen nicht mehr eingekriegt und konnte die Fahrt am Strand entlang deswegen kaum genießen. :D Klar hat mir der Mann total Leid getan, der uns ziehen musste und mit der Rikscha ewig weit gelaufen ist, aber es war verdammt lustig und er hatte scheinbar wirklich seinen Spaß dran.

          

Wir sind dann noch ein bisschen am Strand entlang gegangen, haben die Landschaft genossen und sind dann in das Restaurant auf dem Schiff, um was zu essen. "Etwas" ist vielleicht untertrieben - wir habe dann rausgefunden dass es ein All you can eat-Restaurant ist, in dem es ein echt geiles Buffett gibt. Haben also gut zugeschlagen.. bis ich Glückspilz dann wieder Chili im Essen hatte. Erst hab ich Tomatensalat gegessen in dem Chilikerne waren, dann hatte ich eine Chili im grünen Salat und mein Mund hat so sehr gebrannt, dass ich dachte, ich muss mich übergeben. Ich hab also erstmal 10Minuten auf meinem Stuhl gesessen, die Tränen sind über mein Gesicht gelaufen und ich hab versucht, die Schärfe aus meinem Mund zu kriegen. Während ich mit mir am kämpfen war, kam dann auch noch ein Kellner und hat erzählt, dass leider keine Cocktails mehr verkauft werden können, weil der Barkeeper umgekippt ist und grade vom Notarzt abgeholt wird. - was für ein Start in den Abend! Wir sind dann nochmal zurück ins Hostel, um uns drei Stunden lang ein bisschen zu erholen (was bei uns auch so viel wie vorglühen heißt), haben uns fertig gemacht und sind los. Pieweter hat uns dann einen Club direkt am Strand gezeigt, in dem wir den ganzen Abend gefeiert haben. Die Männer sind hier sogar noch aufdringlicher als in Deutschland!

Der Abend war echt cool und lustig, aber wir waren froh, als wir irgendwann dann total müde im Bett lagen.

Durban bei Nacht.Partey!

Sonntags haben wir dann ausgeschlafen (ja, wieder bis 8:45Uhr), langsam unsere Sachen gepackt, uns nochmal kurz auf die Terasse gechillt und sind dann losgefahren. Samstags haben wir ja schon beschlossen, noch in den Aqua-Park zu gehen, deswegen haben wir das als erstes gemacht. Der Park war ähnlich wie die vielen Sea-Life-Parks bei uns. Zuerst sind wir ins Aquarium und haben uns da die Fische und Haie angeschaut. Die Räume waren total cool gestaltet und man kam sich vor wie auf einem ganz alten Schiff. Das coole an den Tieren war natürlich, dass man alle auch hier im Meer sehen kann (auch wenn ich dem ein oder anderen nicht begegnen will..) und dass man sie jetzt noch dichter als beim Schnorcheln sehen konnte. Danach sind wir zu einem Haibecken, wo grad Fütterungszeit war, dann zum Bereich mit den afrikanischen Pinguinen und den Seelöwen und zum Schluss haben wir uns eine Delfinshow angeguckt. Natürlich war das alles wieder total auf Touristen ausgelegt und vielleicht fragt sich der ein oder andere, warum wir uns das angucken, wenn wir auch im Meer tauchen können und die Tiere da sehen, aber die Show war echt gut (auch ein bisschen überzogen mit ganz vielen Tänzen zwischendurch) und man kann die Tiere in der freien Natur halt doch kaum so nah sehen. Während der Show wurde außerdem noch dazu aufgerufen, mehr auf die Umwelt zu achten und vorallem riesige Müllberge zu vermeiden. Das immer wieder zu erwähnen, ist hier noch wichtiger als in Deutschland. Vorallem in den kleineren Orten gibt es oft keine Möglichkeiten, den Müll richtig zu entsorgen oder die Leute haben dafür kein Geld. Der Ausflug in den Park war jedenfalls total interessant, auch wenn ich dann froh war, als wir raus sind und ich endlich was essen konnte.

Dann sind wir weiter in ein großes Shopping-Center, weil Pieter noch einige Sachen besorgen wollte. Da waren wir dann wieder in einer vollkommen anderen Welt. :D Unsere Zeit in St.Lucia und Durban war ja schon wieder total ungewohnt, weil man richtig    e Straßen hatte, in Durban überall Hochhäuser stehen und die Leute größtenteils einfach mehr Geld haben, als die Mehrzahl der Leute in Sodwana. Aber als wir in das Einkaufscenter kamen, haben wir uns gefühlt wie im falschen Film. Überall Klamottengeschäfte und FastFood-Stände.. aber ich konnte so schnell gar nicht umschalten und einfach mal kurz durch die Läden laufen und Taschen, Blusen, Schmuck und Schuhe kaufen.. Wir sind mittlerweile schon unseren Gammel-Look gewohnt und da hatte ich überhaupt keine Lust auf Shoppen.. Also hab ich mir nur ein paar Sandalen und was zu Essen geholt. Nach zwei Stunden sind wir dann wieder nach Hause gefahren.

Auf der Fahrt haben wir noch an einem großen Markt angehalten, an dem es ganz viel Obst, Gemüse und die anderen typischen Dinge (die wir auf den Märkten vorher schon gesehen hatten) gab. Wir haben uns dann erstmal mit Ananas und Bananen eingedeckt und kamen mal wieder überhaupt nicht damit klar, was das hier kostet. Wir haben für 16 kleine Ananas und 20 Bananen ganze 2€ bezahlt (und das Obst schmeckt hier viel viel besser, als das aus Deutschland). Der Kofferraum vom Landrover wurde also immer voller und wir wollten nur noch zurück ins Camp. Pieter hat dann aber noch kurz am KFC (Lena dir würde es hier gefallen! hier gibt es ganz viele KFCs in der Nähe :p) angehalten und Essen geholt. Um 21Uhr waren wir dann endlich zuhause und fast alle anderen, die das Wochenende über im Camp waren, waren schon im Bett. Also haben wir unsere Sachen ausgepackt, kurz was gegessen und sind dann auch relativ schnell ins Bett (immerhin mussten wir ja am nächsten Tag wieder arbeiten..)

Mein Fazit vom Wochenende ist also: (Nie wieder Chili!!) und dass wir wieder viel neues über die Kultur der Zulus gelernt haben, dass St. Lucia und Durban zwei ganz andere Welten sind, wie Sodwana und dass es total spannend war, auch noch andere Seiten an Südafrika kennenzulernen. Lina und ich haben auch schon beschlossen, dass wir nächstes Jahr wieder zusammen durch Südafrika reisen und Durban dabei auf jeden Fall ein Ziel ist. Allerdings bin ich momentan irgendwie froh, wieder in Sodwana zu sein, weil ich schließlich hergekommen bin, um den Menschen ein bisschen helfen zu können. Außerdem will ich mich nicht jetzt schon von den Kleinen in unserer Schule verabschieden, weil die mir echt schon richtig ans Herz gewachsen sind.

Für die nächsten Wochenenden steht dann noch eine Quadtour, Microlight flight und die Einweihung von Pieters selbstgebauten Bar an.

Bin gespannt wie der zweite Teil der Reise wird! Liebe Grüße aus Sodwana :*

Woche Fünf! :)

Dienstag, 19.08.2014

Jetzt ist schon die Hälfte meiner 5. Arbeitswoche vorbei und ich habe das Gefühl, dass die Zeit immer schneller vergeht, je näher der 15. September rückt.

Gestern war es hier ein wenig chaotischer als sonst und wir hatten nur wenig zu tun. Die meiste Zeit waren wir wieder in Grade R, haben gesungen, beim Unterricht zugeguckt oder geholfen. Zwischendurch haben wir dann einer Lehrerin geholfen, unser Plakat mit den Primzahlen nochmal zu schreiben und drei andere Plakate zu machen, auf denen den Kindern veranschaulicht werden soll, was Brüche sind und wie man Brüche miteinander vergleichen kann. Zwei Klassen haben an dem Tag Tests geschrieben und die Lehrer hatten Gespräche mit den Eltern der Schüler. Es war also jede Menge los hier, nur für uns blieb keine Arbeit übrig.

Also haben für uns um 12:30Uhr auf die Wiese gelegt, mit den Kindern gechillt und sind dabei dann irgendwann sogar eingeschlafen. Hier wird es übrigens von Tag zu Tag wärmer und die Leute hier meinten auch schon, dass wir demnächst froh sind, wenn wir jeden Tag so schnell wie möglich in unsere Bikinis kommen, weil es so warm wird. Außerdem wird sich die Landschaft jetzt wahnsinnig schnell verändern, sagt Pieter. Die Bäume und Wiesen werden grüner und es fängt alles an zu blühen. Schon cool, dass ich genau zu diesem Übergang hier bin. Wenn ich überlege, dass ich vor zwei Wochen noch mit einer dicken Weste in die Schule kam und gefroren habe und dass es uns jetzt zu warm ist, um mit der langen Hose draußen zu sitzen, ist das schon verrückt, wie schnell sich das Wetter hier ändert. Eine der Lehrerinnen hat auch schon ganz oft über den Klimawandel geklagt, weil es den Menschen hier auch viel zu heiß ist. Heute sind die Temperaturen noch schlimmer. Ich sitze im Moment in einer kleinen Bibliothek und bin froh, dass das Gebäude Steinboden/-wände hat, weil man es draußen kaum aushalten kann. An der Schule gibt es kaum schattige Plätze und wir wundern uns jedes Mal wieder, wenn ein Kind mit Pullover an uns vorbeikommt.

Heute haben wir die Zeit vor der Pause wieder mal in der Vorschulklasse verbracht (nachdem die Direktorin ihre einstündige Rede am frühen Morgen dann endlich beendet hatte, von der wir eh nichts verstanden haben und während der wir die ganze Zeit gestanden haben) und nach der Pause hatten wir dann zum Glück ein bisschen Arbeit beim Korrigieren von den Heften der Klasse 7. Danach sind wir wieder in Grade R und haben den Kindern bei Aufgaben geholfen, bei denen sie Aufkleber an die richtige Stelle kleben und erste Zählaufgaben erledigen mussten. Die Hefte für die ganz Kleinen sind echt total süß gemacht und die meisten haben zum Glück Spaß daran, neue Sachen zu lernen. Außerdem hat die Lehrerin wieder eine Geschichte vorgelesen, zu der die Kinder dann später abgefragt worden sind. Das Motto "Wenn ich höre, vergesse ich. Wenn ich sehe, erinnere ich mich und wenn ich alles wiederhole, lerne ich es" hilft hier wirklich gut und die Kinder lernen dadurch relativ schnell. Ich habe in den letzten Tagen auch immer wieder einige Sachen auf Englisch mit ihnen gelernt, damit sie die Sprache noch besser lernen. Süß, wie interessiert selbst die 4jährigen schon sind. Aber am coolsten ist es immer, wenn die Kinder unsere deutschen Liedtexte lernen wollen und mit uns singen. Das Fliegerlied klappt zum Beispiel bei manchen schon ganz gut und PLUMSSACK können jetzt auch schon viele aussprechen. Ein paar Schüler haben auch schon oft gesagt, dass sie unbedingt mal nach Deutschland kommen wollen und ein paar aus der Vorschulklasse wollen, dass wir sie adoptieren und mitholen. :) Ich hab jetzt schon Angst vor dem Abschied. Es sind nur noch 14 Tage, die wir mit den Kindern verbringen, bevor wir wieder zurückkommen. :( Die Zeit will ich auf jeden Fall noch genießen und ich hoffe, dass das Paket von meiner Familie noch ankommt, in dem ein paar Spielsachen sind, mit denen wir den Kleinen dann noch eine Freude machen können. Der Direktorin haben wir schon versprochen, am letzten Tag einen typisch deutschen Schokokuchen zu backen und für die Lehrer mitzubringen.

Bin gespannt ob Larissa und ich das hinkriegen. ;)

So, unser Transfer ist da. Ihr werdet bald wieder von mir hören. :)*

Bootstour, Schnorcheln und Tembe-Park! :)

Mittwoch, 06.08.2014

 Heyho :)  

Nachdem ich dann doch mal eine ruhige Minute gefunden habe, gibts jetzt auch endlich meinen Bericht vom wunderVollen Wochenende! :D Samstag haben wir beschlossen, den Neuen direkt mal den Mseni-Beach zu zeigen, damit sie wissen, wie wunderschön Sodwana Bay ist. Wir sind also alle los, haben uns einen Lift (so nennt man hier die Autos, die uns beim Trampen mitnehmen) gesucht und sind zu dem Strand gefahren, den Pieter uns an unserem ersten Wochenende gezeigt hat. Dabei haben wir noch zwei Deutsche getroffen, die in ihren Semesterferien 3 1/2 Wochen durch Südafrika reisen und denen wir einige Tipps zu wundervollen Orten geben konnten. Die neuen Mädels waren total begeistert vom wunderschönen Mseni-Beach (kein Wunder!!) und wir haben uns dann dort hingesetzt, das Meer beobachtet und dabei sogar ein paar Delfine und Wale sehen können. Danach sind wir zurück zur Mseni-Lodge und haben beim Mittagessen den Blick aufs Meer genossen. Bevor wir dann wieder zurück zum Camp sind, hab ich den anderen noch den kleinen Markt am Strand gezeigt und alle waren genauso angetan von den Sachen, die die Frauen da verkaufen, wie wir, als wir das erste Mal da waren. Ob Strandkörbe, Tücher, Teppiche, Salatbesteck, Schmuck oder einfache Türfiguren und Schmuckästen, es wird fast alles von den Frauen selbstgemacht und für die Preise für man solche Sachen bei uns nie bekommen! Abends im Camp haben wir dann wieder gekocht, bevor wir los sind, um im Drunken Tree ein bisschen zu feiern.. (dass wir danach noch in einem kleinen Club gelandet sind, war wohl nicht die beste Idee, wenn man unseren Plan für Sonntag bedenkt!)

Sonntags sind wir dann mehr oder weniger verkatert aufgewacht und mussten uns beeilen, weil wir um neun in der Lodge sein sollten. Da haben wir uns mit dem Mann getroffen, bei dem wir kurzfristig noch unseren Snorchel-Ausflug buchen konnten. Nachdem wir alle die passenden Schwimmflossen hatten, sind wir zum Strand gefahren und haben da die beiden kennengelernt, die mit uns mit dem Boot rausfahren werden. Auf einmal wurden alle ganz aufgeregt, weil man einen Waleshark im Meer gesehen hatte und man echt Glück haben muss, so einen mal zu sehen. Also haben wir uns beeilt, haben noch kurz erklärt bekommen, dass wir uns am Boot festhalten, zum Wasser rennen und dann schnell reinspringen müssen. Das war einfacher als gesagt und wir haben uns dann alle eher unbeholfen in das Boot gerobbt. Weil die Wellen vorm Strand noch ziemlich hoch waren und wir am Bootsrand gesessen haben, an dem wir uns nur an einem Seil festhalten konnten, haben wir zur Sicherheit noch Schwimmwesten bekommen. Es war richtig cool, mit dem Boot über die Wellen zu springen! Dann kamen wir an einer Stelle an, an der einer der Männer sagte, dass sie hier den Walhai gesehen hatten.. Wir haben dann schnell unsere Flossen und Taucherbrillen angezogen und sind ins Wasser gesprungen. Da kam dann der erste Schock: Wir sind total unbeholfen mit den Flossen durchs Wasser gepaddelt und kamen überhaupt nicht klar. :D Als dann die beiden Mànner meinten, dass der Walhai direkt hinter uns ist, habe ich totale Panik bekommen. Weil ein paar von uns (ich auch..) kaum Luft nehmen konnten, weil wir so panisch wurden, sind wir zurück zum Boot. Als ich den Waleshark dann gesehen hab, war ich sehr erleichtert über die Entscheidung! :D Er war 8,5Meter lang und ist direkt unter dem Boot durchgeschwommen. Wir hatten ein paar Tage vorher noch gehört, dass man aufpassen muss, dass man dem Tier nicht zu nahe kommt, da es einen dann "einatmen" kann. Ich war also ziemlich froh, dass ich es nur vom Boot beobachten konnte und gleichzeitig total aufgeregt, weil wir das Glück hatten, wirklich einen Waleshark zu sehen!! Wir sind dann noch ein bisschen weiter raus und waren alle total fassungslos, als auf einmal jede Menge Delfine direkt neben uns geschwommen sind! Es war so unglaublich schön, die Tiere mal nicht in irgendwelchen Sea-Life-Parks, sondern in der freien Natur zu sehen! Als wir uns dann alle wieder beruhigt haben, sind wir noch ein wenig mit dem Boot gefahren, mussten dann aber leider zurück, weil einigen von uns ziemlich schlecht war.. Ob vom vielen Salzwasser, das wir geschluckt haben oder vom Alkohol am Abend vorher oder einfach nur vom Bootfahren, wussten wir nich, aber nachdem sich dann ein Mädchen auch noch übergeben musste, gings schnell wieder zum Strand. Kurz vorm Strand wurde uns dann gesagt, wir sollen uns gut festhalten, sie würden das Boot jetzt auf den Strand fahren und es würde zu einer Seite umkippen. Dann hat einer der Männer das Boot ziemlich schnell beschleunigt und bevor wir realisieren konnten, was jetzt passiert, krachten wir schon auf den Strand und natürlich hatte ich wieder das Glück, dass das Boot auf meiner Seite nach oben schoss und wir sind alle nur noch in alle möglichen Richtungen gefallen. Das war dann also das lustige Ende unserer Bootstour. Nachdem der Adrenalinkick dann nachgelassen hat haben wir uns noch ein bisschen an den Strand gelegt. Weils aber relativ windig war, sind wir dann schnell wieder weg und weiter zum Pool, wo wir zuerst was gegessen haben und von dem Besitzer noch einen Cocktail zur Begrüßung bekommen haben. Da haben wir auch die beiden Deutschen nochmal getroffen, ihnen noch ein paar Tipps gegeben, die sie unbedingt noch anschauen sollten und haben uns dann noch an den Pool gelegt. Insgesamt war der Rest des Tages dann eher ruhig und wir haben alle den aufregenden Morgen nochmal revue passieren lassen, bevor wir schlafen gegangen sind.

Auf dem offenen Meer :) Delfine :)

Und da jetzt auch schon das nächste Wochenende wieder vorbei ist, gibts direkt den nächsten Bericht!

Donnerstags haben wir die ersten Stunden wieder in Grade R verbracht, mit den Kindern Lieder gesungen und beim Unterricht zugeschaut. Nach der Pause sind wir dann wieder in Grade 6 und haben mit unserem Englischunterricht weitergemacht. Es steht immernoch Pluralbildung auf dem Plan, weil die Kinder hier etwas länger brauchen, bis sie alles verstanden haben. Montag werden wir das Thema dann beenden und mit dem nächsten für den bevorstehenden Test anfangen. Am Ende des Schultages haben Larissa und ich dann mit den Kindern das Fliegerlied gesungen und es sind immer mehr geworden, die mit uns singen und tanzen wollten. Am Ende sind wir in einem riesigen Kreis gesprungen und haben alle zusammen getanzt. Nach gefühlten 50Runden kam dann unser Transfer, aber ich glaube, dass das Fliegerlied jetzt schon unser Ritual für den Tagesabschluss ist, weil die Kinder alle total begeistert waren! Nach der Schule sind wir dann direkt in eine Bäckerei, in der wir für Thierry eine Torte bestellt haben. Und das Ergebnis war verdammt gelungen! Für etwa 10€ haben wir diese Schokotorte bekommen (schade, dass man den Geschmack nicht auf Fotos festhalten kann, aber wir sind auf jeden Fall alle direkt drüber hergefallen!) Abends haben wir dann noch Salate und Stockbrotteig gemacht und uns gemütlich an ein Lagerfeuer gesetzt und geredet, bevor wir total müde ins Bett gegangen sind.

Stockbrot! 

Freitag war für mich auch ein eher ruhiger Tag (bevor wir dann abends wieder feiern waren ;)) und ich habe mir Zeit genommen, um mich an einer Uni einzuschreiben und erste Wohnungen zu suchen. Da ich ja erst am 16.9. zuhause ankomme und das Studium im Oktober beginnt, muss ich alles von Afrika aus regeln. Jetzt kann man nur noch hoffen, dass ich den Platz an der Uni wirklich sicher habe, da die eigentliche Frist schon am 5.8. abgelaufen ist und ich nur aufgrund der Tatsache, dass ich im Moment in Südafrika arbeite, eventuell noch eine Chance auf den Platz habe. Also drückt zuhause alle fleißig die Daumen, sonst werde ich wohl noch ein halbes Jahr länger zuhause wohnen! ;) Schon krass, dass ich jetzt 9 Wochen weg bin und sofort zuhause ausziehe, sobald ich wieder zurück bin. Das ist dann ein weiterer großer Schritt und auf der einen Seite macht mich das echt traurig, bald nicht mehr bei meiner Familie zu wohnen, aber auf der anderen Seite ist die Vorfreude so extrem groß! Endlich eine eigene Wohnung, neue Leute kennenlernen, in einer neuen Stadt leben und nicht mehr in unserem kleinen Dorf vergammeln.. Bin gespannt, was mich alles erwartet! :) - Und Mami, keine Sorge, mir wird schon nichts passieren. ;)

Samstag habe ich dann erstmal ausgeschlafen, weil es Freitag dann doch ein bisschen später geworden ist im Tree und nach einem ausgiebigen Frühstück (unser Geheimrezept sind hier Äpfel und Bananen, die mit Zimt in der Mikrowelle warm gemacht werden!! omnonom :)) sind wir dann wieder an den Pool, haben Phase10 gespielt und den warmen, wunderschönen Tag genossen. Abends gabs dann Kartoffelsalat (da kann der von Oma leider nicht mithalten) und einen gemischten Salat. Wir kochen hier zwar fast nur mit Kartoffeln, Reis und Nudeln, aber bis jetzt gab es immer ein anderes Gericht und ich kann mich über die Ergebnisse nicht beschweren. Allerdings freut man sich schon ein bisschen, wenn man dann wieder zuhause ist und das gewohnte Essen von Mama und Oma bekommt! Also Oma P., Oma N. und vorallem Mama, macht euch schonmal bereit, wenn ich in einem Monat wieder zuhause bin, muss erstmal gekocht werden!! :)

Heute war dann wieder ein ziemlich spannender Tag und wir sind gerade auf dem Weg nach Hause. Wir waren im Elefanten-Park Tembe und haben unsere zweite Safari gemacht. Es ging um halb 9 los und nach 1 1/2 Stunden waren wir endlich da. Auf dem Weg zum Tembe haben wir noch ein bisschen was über das Zululand (so heißt die Gegend zu der auch Sodwana gehört) erfahren. Unter andrem, dass das gesamte Land dem Zulu-König gehört und dass die Zulus sich hier das Grundstück nicht kaufen müssen, wenn sie ein Haus bauen, sondern dass sie das Land dann umsonst bekommen. Die Gegend durch die wir gefahren sind, war für die Verhältnisse, die wir bisher kennengelernt haben, aber auch eher nobel. Statt Strohdächern und offenen Steinhütten, haben die Menschen dort kleine Häuschen mit Fenster und Türen. Das klingt für unsere Verhältnisse zwar normal, hier haben die meisten Leute dafür allerdings kein Geld. In unserer Schule zum Beispiel gibt es zwar Holztüren und Fenster, die sind größtenteils aber kaputt und es wird sehr kalt im Klassenzimmer, wenn der Wind weht. Aber jetzt weiter zu unserer Safari.. Obwohl es ein Elefanten-Park war, haben wir vorallem Antilopen gesehen. An jedem Wasserloch und überall am Wegrand standen verschiedene Antilopen-Arten. Bei dem ersten Wasserloch, auf das man von einem großen Hochsitz aus eine gute Sicht hatte, hatten wir dann direkt Glück und haben zwei Elefanten gesehen. Wir waren insgesamt sechs Stunden in dem Park und hatten teilweise lange Phasen, in denen wir außer den Antilopen keine anderen Tiere gesehen haben. Als Pieter dann Fußabdrücke von einem Lôwen entdeckt hat, waren alle ganz aufgeregt, weil wir kurz vorher gelesen haben, dass Samstags noch fünf Löwen an einem Wasserloch gesehen worden sind. Leider hatten wir kein Glück, haben aber dann bald einige Giraffen und eine große Elefantenherde gesehen. Insgesamt ist unser Fazit gar nicht so schlecht: Elefanten, Giraffen, Warzenschweine, verschiedene Antilopen, Affen und ein paar Vogelarten. War auf jeden Fall wieder ein spannender Tag und es ist immernoch unglaublich, wenn man die Tiere in ihrer freien Wildbahn sieht. Selbst für Pieter, der schon ziemlich viele solcher Touren hinter sich hat, ist es jedes Mal wieder ein Erlebnis und er sagt, dass man wirklich Glück haben muss, die Tiere teilweise auch aus einer so geringen Entfernung zu sehen. Wir sind jetzt wieder alle total fertig, wollen im Camp nur noch schnell was kochen und morgen fängt dann ja schon der nächste Arbeitstag wieder an. Unsere 4. Woche in der Quongwana Primaryschool. 

    PUMBA! 

Bin gespannt, welche Aufgaben wir dann wieder bekommen! ;) Gaanz Liebe Grüße aus Sodwana Bay! :*

Happy Birthday!!

Mittwoch, 06.08.2014

Hallo mal wieder aus Sodwana :)

Bevor ich euch jetzt weiter von meinen Erlebnissen hier berichte, muss ich erst noch kurz das heutige Geburtstagskind grüßen..

Alles, alles Liebe, Mami! Ich hoffe ihr habt nen tollen Tag und feiert schön. Wir holen das dann alles nach, wenn ich zuhause bin! :*

Ich sitze im Moment in der Schule und schaue der Vorschulklasse beim Frühstück zu. Heute gibts für uns wieder einiges zu tun. Am Ende des Schuljahres (das dauert hier in Südafrika von Januar bis Dezember) finden für die älteren Schüler ( ich glaube 4.-7.Klasse) Prüfungen statt. Deswegen ist es heute unsere Aufgabe, einige Punkte auf der To-Learn-Liste zu erledigen und wir lernen zusammen mit der 5. Klasse die Pluralregeln. Bin gespannt wie sie sich schlagen! Die meisten sind im Unterricht nämlich echt zurückhaltend und sagen kaum was. Vorallem dann, wenn drei weiße Mädels vorne stehen. Wir werden dann teilweise nur angeguckt, als wären wir vom Mond. Aber wenn wir ihnen dann Aufgaben geben, merkt man zum Glück, dass die meisten unsere Unterrichtsstunde wohl doch verstanden haben! Außerdem haben wir noch versprochen, Grade R endlich ein deutsches Lied beizubringen.. und da die Kinder hier gerne tanzen, haben wir uns für das Fliegerlied entschieden! Die anderen Mädels haben erzählt, dass es im Kindergarten echt gut ankommt und ich hoffe, dass es auch unseren Kleinen gefällt.. Und am Ende des Schultages werden wir wohl wieder als Haarmodel für 50 Kinder herhalten müssen. Jedes Mal wieder lustig, wenn die ganzen Kleinen sich tierisch freuen, deine Haare anfassen zu dürfen und alle sich streiten, wer als erste eine neue Frisur ausprobieren darf. Grund dafür ist wohl auch, dass hier kaum ein Kind lange Haare hat, weil es einfach einfacher ist, wenn die Kinder gar keine Haare haben und nicht dauernd gewaschen werden müssen. Dafür haben sie ja dann unsere Haare, die sie frisieren können! :D

Liebe Geburtstagsgrüße!Lieblinge! :)Sportprogramm!Berufe lernen..

In den letzten beiden Schultagen hatten wir zum Glück auch immer mal wieder etwas Arbeit, haben Hefte korrigiert, im Unterricht geholfen (meine Mathekenntnisse werden immer besser!!) und mit den Kindern gespielt und gesungen. Je mehr Zeit ich hier verbringe, desto mehr fehlen mir meine Geschwister. Vorallem an meinen kleinen Bruder muss ich dauernd denken, wenn wir mit den Kindern spielen. Juli, du würdest dich super mit den Kerlen hier verstehen, die dauernd Fußball spielen und sich prügeln! :p

Ich dich auch!! :(

Ja, jetzt sind schon drei Wochen rum (die Zeit vergeht wie im Flug) und langsam kommt das erste Heimweh nach der Familie, Freunden und vorallem nach meinem Freund! Aber wir haben noch so viel geplant und die Leute hier sind unglaublich toll, also wird man echt gut abgelenkt. ;) Außerdem ist es echt schön zu wissen, dass zuhause alle meinen Blog verfolgen und mich so dann auch ein bisschen hier unterstützen! Danke dafür, freue mich jedes Mal wieder, wenn ein lieber Kommentar von euch erscheint. :)

Mittlerweile werden die Tage auch schon länger und es wird langsam wärmer (statt 25Grad dann auch mal 34Grad) und man merkt, dass der Winter (den wir in Deutschland niemals als Winter bezeichnen würden) bald vorbei ist. Dann kommt der Frühling und damit auch die Regenzeit, die wir hoffentlich nur ganz kurz mitbekommen. Wenn die Menschen hier hören, wie kalt es bei uns im Winter ist, fragen sie immer, ob man das überhaupt überleben kann. :D Aber in der Regenzeit möchte ich auch nicht mit den Leuten in Südafrika tauschen.. Da können Regentage in Deutschland noch lange nicht mithalten! Aber da die Zeit erst Mitte/Ende September beginnt, gibts noch Hoffnung, dass wir davon nichts mitbekommen..

Heute Mittag gehen wir wieder zum Coffee-Shop und alleine beim Gedanken an Apple Pie, läuft mir das Wasser im Mund zusammen! :D Donnerstag hat Thierry, der Hahn im Korb, Geburtstag, Freitag gehen wir wieder feiern, Samstag ist Pool-Tag und Sonntag gehts endlich los: Die nächste Safari zum Elefantenpark steht bevor!! Freuen uns alle schon riesig! :) Am Wochenende danach werden wir drei Tage in St.Lucia und Durban verbringen, das Zulu-Land besuchen, auf Hippo-Suche gehen und ein paar schöne Tage haben. Es steht also noch einiges an und ich bin total gespannt auf die neuen Erfahrungen, die ich noch sammeln werde.

Gut gekocht! Bruschetta mit Salat..    

Jetzt gehts aber vorerst mal weiter mit der Arbeit. Liebe Grüße an die ganze Familie! Und Mami, ich stoße später dann von hier aus auf dich an! Bis nächstes Mal! ;)

Abschied..

Sonntag, 03.08.2014

Hey ihr Lieben :)
Weiter gehts dann jetzt mit meinem Wochenrückblick.
Donnerstag war mega schön und total rührend! Carina, ein Mädchen aus unserem Camp, hatte ihren letzten Arbeitstag, weil sie Freitag abgereist ist. Sie hat dann extra Orangen für die Kinder besorgt und auch was kleines für die Lehrerinnen in Grade R. 
Wir waren den ganzen Morgen dann erstmal in anderen Klassen unterwegs und haben unter anderem in Klasse 4 gesessen und die Schüler betreut. Am Ende von unserem Arbeitstag sind wir dann in die Vorschulklasse, wo wir schon sehnsüchtig erwartet wurden, weil die Kinder sich so sehr auf die Orangen gefreut haben. Eine Lehrerin hat das Obst dann geschnitten und wir haben es an die Kinder verteilt, die ganz begeistert waren. Die Lehrerinnen haben dann erklärt, dass es ein Abschiedsgeschenk von Carina ist, weil sie bald abreist und dann haben sich alle 100 Mal bei Carina bedankt. Es war so süß! Ich hatte fast schon wieder Tränen in den Augen.. Danach haben alle noch gesungen, wir haben ganz viele Fotos gemacht und Carina wurde verabschiedet. Als die Stunde aus war, haben wir uns nach draußen gesetzt und noch ein bisschen mit den Kindern gespielt und geredet. 

   Alles super bei uns! ;)

Wir haben eigentlich nur darauf gewartet, dass unser Transfer kommt und wir nach Hause kommen (Da wir die Toiletten in der Schule nicht benutzen und auch der Hunger am Ende vom Schultag ziemlich groß ist, sind wir dann wirklich sehr froh, wenn wir endlich ins Camp kommen!) Aber dann kam die Direktorin, hat uns in die Bücherei geschickt, wo ein großer Tisch aufgebaut war, auf dem Toast, Hähnchen, Krautsalat und ein paar Getränke standen. Wir haben dann erfahren, dass sie das alle für uns gekauft hat und jetzt ein kleines Abschiedsessen für Carina machen will. In der Pause hatte sie deswegen extra gefragt, was wir gerne essen. Wir haben uns soo gefreut, weil das alles einfach so süß war. Die anderen Lehrer kamen dann auch dazu und wir haben alle zusammen gegessen. Für die Veggies unter uns gab es Toast und Salat und es war echt lecker! Wenn man bedenkt, dass die Menschen hier wirklich kaum Geld haben und das dann auch noch dafür ausgeben, uns eine kleine Freude zu machen, ist das ganze noch viel rührender. Leider kam der Transfer dann schon und wir mussten gehen. Haben uns dann noch ganz oft bedankt, die Lehrer haben ein paar Erinnerungsfotos von Carina gemacht und wir sind (glücklich und mit vollem Magen) dann zum Camp gefahren.
'Abschiedsessen' für Carina..

Abends waren wir mit allen zusammen ins Lighthouse essen und haben dann den letzten gemeinsamen Abend ausklingen lassen. Unfassbar, dass jetzt schon zwei Wochen vergangen sind. WIr haben schon so viele wundervolle Momente miteinander gehabt und echt viel erlebt und gesehen. Natürlich hat man ab und zu auch Heimweh, aber ich genieße jede Minute in Sodwana!
Freitags sind wir dann alle ganz früh aufgestanden, haben mit den anderen gefrühstückt und dann mussten wir uns schon verabschieden (wobei dann keiner seine Tränen zurückhalten konnte)
Dann waren wir 'alleine' im Camp und es war plötzlich viel ruhiger als vorher.. aber nicht lange, abends kamen ja dann schon die neuen! 
Wir haben unseren Mittag dann mal wieder am Strand verbracht (Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass ich darauf schon bald wieder verzichten muss! :( ) und sind dann ins Camp, um für alle zu kochen. Dabei ist die Anspannung dann immer größer geworden, weil wir total gespannt waren, wer jetzt zu uns kommt. Als das Essen dann fertig war, kamen sie endlich.. Vier Mädels und ein Kerl. Sie waren uns alle direkt sympathisch und nach den ersten bohrenden Fragen (die Armen! kaum angekommen, mussten sie sich schon ein Verhör von uns antun :D) wussten wir dann auch, dass alle etwa so alt sind wie wir und schon wieder keiner dabei war, der von der Mosel ist. :( Dafür allerdings ein Schweitzer und ein Mädchen aus Österreich. 
Ach, was ich ja noch nicht erwähnt habe.. Ich bin hier (neben einer Kölnerin) die einzige, die es einfach nicht schafft, Hochdeutsch zu reden (und ich gebe mir schon echt Mühe!!) und werde deswegen immer mal wieder verarscht, wenn mich zum Beispiel keiner versteht. :D
Jedenfalls haben wir nach der Verhörrunde dann noch zusammen im Wohnzimmer gesessen, bevor alle total fertig ins Bett gegangen sind..

Weiter gehts..

Samstag, 02.08.2014

Da es zu unserem Sonntag nicht viel spannendes zu erzählen gibt (wir waren noch etwas K.O.), mach ich einfach mal mit der spannenden Woche in der Schule weiter, in der wir wieder so viele neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln konnten!

Montag ging es wieder um 7Uhr zur Primary School und nachdem wir die Begrüßung hinter uns gebracht haben (mittlerweile sind wir darüber jedes Mal froh, weil es Morgens echt kalt ist) durften wir dann in der 7. Klasse Englisch unterrichten, weil der Englischlehrer krank war. Und da die anderen Lehrer nicht wirklich wussten, welche Aufgaben gemacht werden müssen und die Schüler uns dabei auch keine große Hilfe waren, weil sie natürlich lieber eine freie Stunde wollten (wie es auch an deutschen Schulen öfter mal vorkommt ;)), haben wir die Rolle als Englischlehrerin dann schnell wieder aufgegeben (Jetzt werden wohl einige sagen "Gut, dass du eh kein Englisch kannst!", aber ich hab mich echt schon gesteigert!!) Stattdessen haben wir den Schülern dann einige wichtige deutsche Begriffe (Hallo, Wie gehts?, Wie heißt du?, Danke!,...) beigebracht und es war echt cool, dass es ihnen so Spaß gemacht hat, unsere Sprache zu lernen. Als eine andere Lehrerin dann die Stunde beendet hat, sind wir in Klasse 4 und haben auch den Schülern, einige deutsche Worte beigebracht. Danach sind wir wieder in Grade R, haben aufgeräumt und geputzt und sind dann nach hause. Mittlerweile kennen wir die Kinder in Klasse so gut, dass wir auch sagen können, wer wie tickt und es kristalisieren sich ein paar Lieblingskinder heraus.. auch wenn man natürlich versucht, das zu vermeiden. ;) Zuhause haben wir dann mal wieder Gossip Girl geschaut, gekocht und ein bisschen geredet, bevor wir schlafen gegangen sind.

Dienstag Morgen begann dann mit einer kleinen Bastelstunde. Da die Schule keine Magnete oder so besitzt, haben wir kleine Kreise auf Papier gemalt und die dann ausgeschnitten, damit die Kinder später damit rechnen konnten. Dann haben wir jede Menge Hefte bekommen und Aufgaben von Klasse 4 und Klasse 6 korrigiert, die wir teilweise selbst nicht verstanden haben, weil die Aufgaben in den Heften manchmal nur wenig Sinn machen. Als das dann erledigt war, sind wir in die Vorschulklasse, in der die Kinder gerade angefangen haben, mit unseren selbstgebastelten Kreisen, Rechenaufgaben zu lösen.

Unsere Rechen-Kreise..Unsere Arbeit.Die Kinder freuen sich auch immer wieder, frisches Wasser aus dem Grundwasserbrunnen zu trinken.

Am Ende haben sich dann alle in einen großen Kreis gesetzt und wir haben zum ersten Mal gesehen, wie man hier tanzt. :D Wir mussten dann selbst in die Kreismitte (allerdings sehen Zulu-Tänze eher aus, als würden Elefanten im Kreis laufen und stampfen :D) Im Camp hat Nadja uns dann erzählt, dass Freitag wieder fünf Neue kommen (wieder nur ein Kerl!!) und ich hatte kurz Zeit, wenigstens ein paar Sachen im Waschbecken zu waschen. Dann sind wir mit ein paar Leuten zur Lodge, haben ein paar Mitbringsel gekauft und sind dann wieder richtig lecker essen gegangen! Der Rückweg war allerdings eher schwierig, da wir alle einen weniger ausgeprägten Orientierungssinn haben - wir haben uns also erstmal verlaufen! :D Als wir dann endlich zuhause waren, war es schon dunkel. Abends haben wir dann "Wie ein einziger Tag" geschaut und alle zusammen eine Runde geweint! Schlechte Nachrichten: Zwei Mädels haben Magen-Darm!

Mittwoch waren wir dann mal wieder in Grade R, wo die Kinder alle in Gruppen eingeteilt wurden, in denen sie dann auch zusammen an den Tischen sitzen. Danach wurden fleißig die Wochentage, Monate und die Wetteruhr gelernt und es war wieder so süß, wie viel Spaß alle daran hatten und dass die Lehrerinnen auch hier alles in kleine Lieder oder Melodien verpacken! Um ein wenig Abwechslung zu bekommen, sind wir dann als "Besucher" in Klasse 6, haben zugehört, als die Lehrerin eine Geschichte vorgelesen hat und haben dann immer wieder Fragen beantwortet, die die Kinder über Deutschland hatten.. Zum Beispiel, ob es bei uns auch Kühe gibt und wie sie aussehen! Wegen einer kurzen Lehrerkonferenz wurde die Pause anschließend dann verlängert und wir konnten die Sonne noch ein bisschen länger genießen. Danach haben wir wieder einige Hefte bekommen, in denen die Aufgaben dieses Mal ein wenig eindeutiger waren und wir waren dann schnell fertig mit der Arbeit, nach der wir wieder zurück in die Vorschulklasse gegangen sind, in der wir den Kindern geholfen haben, die Sticker in ihren neuen Büchern an die richtigen Stellen zu kleben.

Und obwohl man sich hier schnell an die Lebensweisen gewöhnt, fällt mir immer wieder auf, dass Ordnung hier eher unwichtig ist. Auch die Zimmer der Lehrer sind voll von Bücherstapeln und Zettelchaos. Da bekomme selbst ich manchmal den Wunsch, alles zu ordnen und zu putzen! ;) Nach dem Aufräumen sind wir dann wieder ins Camp und dann mit ein paar Leuten weiter zum Coffee-Shop, wo wir erst ein paar Accessoires gekauft und dann gegessen haben. Beim Essen haben wir in einen kleinen, offenen Raum gesessen, in dem nur zwei Tische und ein paar Sofa gestanden haben. Es war so gemütlich und man hat sich gefühlt, als würde man im eigenen Wohnzimmer essen. Auch die Küche war direkt an dem Raum und ähnelte eher einer gemütlichen Wohnküche, in der die Besitzerin dann für uns gekocht hat, während ihr Sohn neben uns Hausaufgaben erledigt hat. War echt schön, hat richtig lecker geschmeckt und es war nicht das letzte Mal, dass wir da waren!! :) Abends haben wir dann alle zusammen in unserer Küche gesessen, Erwartungen und Vorstellungen über die "Neuen" ausgetauscht und ein bisschen geredet, bevor wir uns wieder einem Film angeschaut haben und dann schlafen gegangen sind. War also wieder ein sehr schöner Tag! :)

Apple Pie! Omnomnom..Veggie-Wrap :)Coffee-Shop!

Wochenende!

Freitag, 01.08.2014

Weiter gehts mit meinem Wochenrückblick..

Samstag morgen konnten wir dann endlich wieder ausschlafen (was hier etwa 8:30Uhr bedeutet..) und haben alle gemütlich zusammen gefrühstückt. Dann habe ich mal wieder versucht, ein bisschen Ordnung unter meinem Bett zu schaffen, denn wir haben statt Kleiderschränken nur große Körbe, die wir unter dem Bett verstehen. Und mir fällt das nicht ganz so einfach, da dann auch wirklich Ordnung zu bewahren und den Überblick über meine Sachen zu haben (Ja Mama, das fällt zuhause auch immer mal wieder schwer, ich weiß ;)) Als dann der "anstrengende" Teil vom Wochenende erledigt war, sind wir mit ein paar Leuten an einen Pool in der Nähe und konnten endlich entspannten und an unserer Bräune arbeiten. (Hier ist Winter, richtig.. Aber das vergisst man bei den Temperaturen ganz schnell und es ist immer wieder komisch zu hören, dass die Menschen, die hier leben, bei 20Grad frieren. :D Ich bin allerdings auch froh, dass ich mich nicht entschieden habe im Sommer nach Südafrika zu kommen. Ich glaube, da hält man es hier kaum aus. Außerdem ist es so ganz gut, weil auch die Strände relativ leer sind und man das Meer noch mehr genießen kann!) Während wir dann in der Sonne gelegen haben, hab ich dann übrigens auch "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" auslesen und hab mir dabei die ein oder andere Träne verdrücken müssen (gutes Buch, kann ich nur enpfehlen!) Im Camp haben wir dann noch was gegessen, bevor wir endlich wieder los sind um feiern zu gehen. Jaja, den restlichen Teil erläutere ich dann nicht mehr genauer.. Man kann hier jedenfalls wirklich gut und günstig feiern gehen! Mein Samstag war also eher ruhig, aber das muss man sich hier auch mal gönnen! ;)

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